Sydney Opera House (UNESCO 2007)
Ikonisches Opernhaus Australiens, entworfen vom dänischen Architekten Jørn Utzon (1957, Gewinner eines internationalen Wettbewerbs mit seinem « Muscheln »-Projekt), gebaut 1959-1973 auf Bennelong Point im Sydneyer Hafen. Eröffnet am 20. Oktober 1973 von Königin Elisabeth II. Fünf Hauptsäle (Concert Hall 2.679 Plätze, Joan Sutherland Theatre 1.507 Plätze, Drama Theatre, Playhouse, Studio). Das Dach besteht aus 1.056.006 weiß-cremefarbenen Keramikfliesen aus der Höganäs-Fabrik in Schweden. 2007 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Tägliche Führungen, ganzjähriges Opern-/Ballett-/Konzertprogramm.
Jørn Utzons Projekt war chaotisch: anfängliches Budget 7 Millionen AUD für 4 Jahre (1959-1963), Endkosten 102 Millionen AUD (~14-mal das Budget) über 14 Jahre Bauzeit (1973). Utzon trat 1966 nach Konflikt mit der NSW-Regierung (die seine Zahlungen einbehielt) zurück und kehrte NIE WIEDER nach Australien zurück — er sah das fertige Opera House nie mit eigenen Augen. Das Projekt wurde von anderen Architekten für das Innere fertiggestellt. 1999 versöhnte sich der Opera House Trust offiziell mit Utzon (aus Dänemark), und er wurde mit 81 Jahren zum Berater für Renovierungen ernannt. Er erhielt 2003 den Pritzker-Preis (den « Nobelpreis der Architektur »). Er starb 2008, ohne jemals die fertige Anlage betreten zu haben.
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