Krakau — Altstadt und Wawel-Schloss (UNESCO 1978)
Königliche Hauptstadt Polens bis 1596, beherbergt Krakau (~800.000 Einwohner) eine der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Europas — 1978 IN DAS UNESCO-WELTERBE AUFGENOMMEN (eine der ersten 12 UNESCO-Stätten weltweit, erste polnische Stätte). Der Rynek Główny, der Hauptplatz, misst 200×200 m und ist DER GRÖSSTE MITTELALTERLICHE MARKTPLATZ EUROPAS, umrandet von den Tuchhallen Sukiennice (1555) und der Marienbasilika (14. Jh., Veit-Stoss-Altar 1489, hejnał — stündliches Trompetensignal vom Turm, abrupt abgebrochen zur Erinnerung an den 1241 von einem tatarischen Pfeil getöteten Trompeter). Königsschloss auf dem Wawel (11. Jh., Begräbnisstätte der polnischen Könige, Kathedrale, Königliche Schatzkammer, Wawel-Drache).
Der hejnał mariacki (Marientrompetensignal) wird jede Stunde, Tag und Nacht, vom Turm der Marienkirche gespielt — und endet abrupt mitten im Satz, zur Erinnerung an den 1241 angeblich von einem tatarischen Pfeil im Hals getöteten Trompeter, der den Mongolenüberfall meldete. Das polnische Nationalradio überträgt den Krakauer hejnał seit 1927 jeden Tag um 12 Uhr live, was diese Melodie zu einem der bekanntesten Klangsymbole Polens macht. Der Rynek-Platz (200×200 m) wurde 1257 nach Magdeburger Recht angelegt und überstand den Zweiten Weltkrieg unversehrt, weil Krakau im Gegensatz zu Warschau (zu 85 % zerstört) NICHT von den Nazis zerstört wurde.
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